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Das
Sprachliche Gymnasium (Bayern) wurde früher auch neusprachliches Gymnasium
genannt. Ab der 8. Klasse kommt die dritte Fremdsprache hinzu. Wer hier in
einer Großstadt oder einem Ballungsgebiet lebt hat einen deutlichen
Vorteil. Es gibt viele verschiedene Kombinationen an Sprachen – Englisch,
Französisch, Latein, Spanisch, Russisch, Italienisch. Jede Schule kann
hier die Kombination der Angebote frei bestimmen. In Bayern ist leider
meistens noch die alte Form des neusprachlichen Gymnasiums zu finden mit
der Sprachenfolge Englisch, Latein und Französisch. Meist nur in
Großstädten werden langsam auch die anderen Sprachen zur Auswahl
angeboten. Das mag mit dem vorhandenen Lehrerstamm zusammenhängen, ein
verbeamteter Französischlehrer wird halt nicht so einfach zum
Spanischlehrer.
Ab der 8. Klasse kommt
die dritte Fremdsprache mit 4 Wochenstunden hinzu, als weiteres Fach kommt
Physik mit zwei Wochenstunden. Die erste Fremdsprache wird auf drei
Wochenstunden reduziert. In der 9. Klasse kommt dann auch noch Chemie mit
zwei Wochenstunden hinzu. Die Fächer Chemie und Physik behandeln den
gleichen Grundstoff wie der naturwissenschaftlich-technologische Zweig,
nur eben mit jeweils einer Wochenstunde weniger. Daher gibt es deutlich
weniger Versuche und weniger Vertiefung in diesem Bereich. Trotzdem muss
Physik und Chemie in nicht unerheblichen Umfang mitgelernt werden. Nur das
Fach Informatik fehlt. Durch die geringeren Wochenstunden in Physik und
Chemie und die dritte Fremdsprache ist der Anspruch an die Kinder im
sprachlichen Zweig sicher etwas höher. Kinder die aber ein Problem mit dem
Lernen der Vokabeln haben sollten bei der Wahl einer dritten Fremdsprache
vorsichtig sein. Die Menge der täglich zu lernenden Vokabeln ist nicht zu
unterschätzen.
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