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Es gibt in Deutschland, Österreich und
der Schweiz Privatschulen, die sich auf die Unterrichtung von
Hochbegabten spezialisiert haben. Der Besuch dieser Schulen ist
aufgrund der Höhe des Schulgeldes wohl für die meisten nicht
erschwinglich, so dass Sie auf das staatliche Schulsystem angewiesen sind.
Die Förderung von gut
begabten und hochbegabten Kindern ist in Deutschland je nach Bundesland sehr
unterschiedlich. Es gibt Bundesländer in denen an vielen Schulen zumindest
Förderstunden oder spezielle AG angeboten werden; an Gymnasien gibt
es Hochbegabtenklassen. Leider wird hier nicht immer das gehalten was
versprochen wird. Hochbegabtenförderung wird oft gleichgesetzt mit
Förderung von "Höchstleistern". Da aber hochbegabte Kindern nicht
automatisch gute Schüler sind, ist diese Förderung für sie oft
unerreichbar. Es ist sicherlich zu einem guten Teil normal, dass Kinder
nicht ihr volles Potential ausschöpfen, und kein Lehrer würde das erwarten.
Nur sobald das Wort Begabung ins Spiel kommt, meinen leider viele Lehrer,
dass diese Kinder automatisch auch sehr gute Schüler sein müssen.
Natürlich gibt es auch hochbegabte
Kinder die problemlos durch die Grundschule kommen und auch an den
weiterführenden Schulen mühelos bis zum Schulabschluss kommen. Das muss
aber nicht der Falls sein.
Ist der Weg in die weiterführende Schule
geschafft, erweist sich die Unterforderung in der Grundschule gerade am
Anfang oft als
Problem. In der Grundschule reichte es meist völlig aus, nur ein bisschen
am Unterricht teilzunehmen. Die restliche Zeit wird "verträumt". Malen,
mit den Stiften spielen, aus dem Fenster schauen und die Klassenkameraden
beobachten sind beliebte Zeitvertreibe. Am Gymnasium und speziell im G8
macht sich Unaufmerksamkeit im Unterricht aber sofort bemerkbar. Es wird
eben nicht mehr jeder Stoff mehrmals wiederholt. Manche Dinge erklärt der
Lehrer/Lehrerin einmal und wer es da nicht mitbekommen hat, hat eben Pech
gehabt. Die
Kinder müssen also ihr jahrelang eingeübtes Verhaltensmuster ändern und
das so schnell wie möglich.
Am ersten Elternabend am Gymnasium
erfuhr die versammelte Elternschaft vom Schulpsychologen, dass Intelligenz
schön wäre für das Gymnasium, jedoch nicht unbedingt erforderlich. Leistungsbereitschaft
sei das was zählt. Was zunächst einen innerlichen Wutanfall ausgelöst hat, entpuppt
sich bei genauerem Hinsehen als die Realität. In Klassen von über 30
Schülern im G8-Stoffplan hat kein Lehrer die Zeit, auf einen Schüler
speziell einzugehen oder gar diesen durch gezielte Ansprache zu
motivieren. Hier hilft nur Leistungsbereitschaft durch den Schüler und
zumindest am Anfang Unterstützung durch die Eltern.
Untersuchungen zufolge ist der
"erfolgreiche" und "problemlose" Schüler am meisten im Bereich eines
IQ von 115 bis 120 anzutreffen. Ihr Kind hat keinen "Ideal-IQ lt.
Statistik" - sie machen sich Gedanken zu seinem schulischen Werdegang -
hier ein mögliches Szenario:
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Ihr Kind hat an der Grundschule
plötzlich schlechte Noten
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Sie haben Glück und der
Schulpsychologe erkennt die Hochbegabung, statt ADHS zu diagnostizieren
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Ihr Kind ist an der Grundschule
unterfordert
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Wenn Sie Pech haben wird ihr Kind auch
weiterhin nicht genügend gefordert, langweilt sich zu Tode und wird zum
Schulversager und/oder rastet mit ADHS-Verhaltensstrukturen aus
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Wenn Sie Glück haben wird ihr Kind
nach der Diagnose "Unterforderung" gezielt und sinnvoll gefördert. Evtl.
ist das Überspringen einer Klasse sinnvoll. Wobei sich gezeigt hat, dass
Springen die Langeweile oft nur verkürzt, die Kinder aber kognitiv kaum
fordert. Es ist aber auf jeden Fall zum ersten mal ein kleiner Anreiz
für das Kind zu lernen, wenn auch meist nur für kurze Zeit.
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Wenn alles glatt gegangen ist, ist Ihr
Kind nach der Grundschule wahrscheinlich am Gymnasium. Durch die
Unterforderung an der Grundschule hat Ihr Kind nie gelernt, zu lernen
oder sich gar im Unterricht zu konzentrieren. Wenn Sie Glück haben
schafft es die Umstellung und konzentriert sich auf den Unterricht; wenn Sie Pech haben,
begreift Ihr Kind viel zu spät dass die Zeit des Träumens vorbei ist.
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Hier wird sich entscheiden, welchen schulischen Weg ihr Kind geht;
entweder es lernt, zu lernen, oder es geht vom Gymnasium ab auf die
Realschule oder sogar auf die Hauptschule.
Unsere Forderung an die Politik:
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Ein IQ-Test bei der Einschulung, um
dem "Problem" Hochbegabung frühzeitig ins Auge schauen zu können.
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In jeder Stadt eine oder mehrere
Klassen für Hochbegabte und hierauf spezialisierte Lehrkräfte. Wir haben
in Deutschland das Geld für Förderschulen, an denen schwache Schüler in
Klassenstärken von 10 Schülern unterrichtet werden; da sollte doch das
Geld für entsprechende Schulen für Hochbegabte auch vorhanden
sein........
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