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Dass hohe Intelligenz nicht zwingend
einhergeht mit guten Noten ist bei den Eltern hochbegabter Kinder
hinreichend bekannt. Bei vielen Lehrkräften wird jedoch Hochbegabung immer
noch mit Hochleistung gleichgesetzt. „Ein hochbegabtes Kind kann doch
keine Nachhilfe brauchen!“ so ist die Meinung von vielen Menschen die sich
nie intensiv mit dem Thema hochbegabte Kinder in der Schule
auseinandergesetzt haben. Warum brauchen Kinder, die doch eigentlich eine
gute Voraussetzung mitbringen den Schulstoff schnell und gut zu verstehen,
trotzdem Nachhilfeunterricht? Es gibt wie bei allen Kindern viele Gründe
warum ein Kind Nachhilfe braucht. Einige der wohl häufigsten Gründe möchte
ich hier kurz erläutern.
Hohe Intelligenz alleine ist nicht ausreichend um in der Schule gut zu
sein. Interesse am Fach, Aufmerksamkeit während des Unterrichts, Struktur
beim Lernen und Erstellen der Hausaufgaben sowie auch ein gewisses Maß an
Fleiß sind für den schulischen Erfolg genauso wichtig.
Prüfungsangst ist etwas, das auch vor hochbegabten Kindern nicht halt
macht, ebenso wie Legasthenie, Diskalkulie, ADS und ADHS.
Kinder die in der Grundschule oft noch problemlos gute Noten bekommen,
sozusagen im Schlaf die Grundschule durchlaufen, haben in den
weiterführenden Schulen oftmals gerade am Anfang große Probleme mit der
Umstellung.
Hochbegabte Kinder haben oft nicht gelernt zu Lernen.
Nachhilfeunterricht für hochbegabte Kinder ist deshalb gar nicht so
selten. Wobei die Art der Nachhilfe vielleicht ein bisschen von der
klassischen Nachhilfe abweicht. Gerade in den unteren Klassen liegt es
selten am Nichtverstehen des Schulstoffes. Die Kinder müssen lernen auch
Wiederholungen konzentriert zu bearbeiten, die Kinder müssen lernen mit
Langeweile umzugehen und im Unterricht nicht völlig abzuschalten.
Wiederholungen und Langeweile bleiben der treue Begleiter durch die
Schullaufbahn, zumindest in den Fächern für die sich die Kinder
interessieren. In der Nachhilfe können die Kinder lernen, mehr Struktur in
ihre Arbeiten zu bringen. Es hilft nichts wenn das Kind den
Unterrichtsstoff genau verstanden hat, oft schon viel mehr kann, wenn es
dies in der Schule und vor allem bei den Proben nicht zeigen kann. Gerade
in Mathematik und bei Aufsätzen ist die fehlende Struktur oft ein großes
Problem. Rechenwege werden nicht geschrieben, die Lösung alleine ist zwar
richtig – aber ohne Rechenweg fehlen Punkte für eine gute Note. Aufsätze
können völlig wirr und zusammenhanglos sein, da das Kind seine vielen
Gedanken nicht verständlich wiedergeben kann. Gerade bei solchen Problemen
kann mit kompetenter Nachhilfe viel verbessert werden.
An den weiterführenden Schulen wird viel Schulstoff nur im Unterricht
besprochen, oft nur einmal oder später noch mal kurz zusammengefasst.
Dadurch, dass die Kinder in der Grundschule gelernt haben -„Der Lehrer ist
mehr für die Anderen da.“ – passen sie im Unterricht gerade am Anfang der
5. Klasse nicht auf. Bis die ersten Noten dann deutlich zeigen, dass da
einiges an Unterrichtsstoff verschlafen wurde können die Lücken schon sehr
groß sein. Auch hier kann Nachhilfeunterricht zum Nacharbeiten des
versäumten Stoffes sehr hilfreich sein.
Ein weiterer Grund wann Nachhilfe sinnvoll sein kann ist Krankheit des
Kindes, oder viel Unterrichtsausfall in der Schule durch fehlende
Lehrkräfte. Auch gibt es leider immer wieder Lehrer, welche diesen Beruf
eigentlich nicht ausüben dürften, da sie nicht in der Lage sind, den
Kindern den Stoff verständlich zu vermitteln. Zum Glück ist diese Sorte
Lehrer sehr selten, aber wenn man das Pech hat, so eine Lehrkraft zu
bekommen, dann muss der Stoff halt selbst erarbeitet werden. Da gerade bei
den naturwissenschaftlichen Fächern immer mehr so genannte Quereinsteiger
eingesetzt werden, kommt es leider hier gehäuft zu Problemen. Ein
brillanter Naturwissenschaftler muss nicht automatisch sein großes
Fachwissen gut an Laien vermitteln können. Wobei es auch hier natürlich
Fachkräfte gibt, die im Lehrberuf erst spät ihre eigentliche Berufung
gefunden haben.
Spätestens ab der Mittelstufe ist es für viele Eltern nicht mehr möglich
ihren Kindern beim Schulstoff zu helfen, etwas zu erklären das in der
Schule nicht ganz verstanden wurde. Die Kinder müssen dann selbst einen
Weg finden den Stoff aufzuarbeiten. Sei es in Lerngruppen mit Mitschülern
oder durch ältere Geschwister. Aber auch hier kann eben ein
Nachhilfelehrer, der das Kind durch das ganze Schuljahr begleitet, sehr
hilfreich sein. Diese Art der Nachhilfe stellt aber sicherlich sehr hohe
Anforderungen an den Lehrer, da ja nicht für jedes Fach eine Stunde
Nachhilfe in der Woche gebucht werden kann. Wobei Nachhilfe hier
sicherlich das falsche Wort ist, es ist mehr eine Unterstützung zum
Lernen, um neuen Stoff noch mal hinterfragen zu können. Dafür ist in der
Schule oft nicht die Zeit oder das Kind hat eine wichtige Erklärung in der
Schule einfach mal wieder verschlafen. Mal hat das Kind dann eine Frage in
Mathe, mal Physik, mal Latein oder Französisch – oder - oder - oder.
Hier lohnt es sich bei der Auswahl des Nachhilfelehrers jemanden zu suchen
der die meisten Fächer abdeckt. Oft sind hier Oberstufenschüler oder
Studenten die selber noch sehr nah an der Schule dran sind sehr gut.
Nachhilfe kostet natürlich auch Geld. Gerade in der Grundschule oder in
der Unterstufe möchten viele Eltern ihren Kindern lieber selber helfen.
Dies ist sicherlich oft auch problemlos möglich. Aber wenn durch das Üben
und Lernen mit den Eltern eventuell vermehrt Spannungen in der Familie
entstehen, dann sollte man sich überlegen ob man hier nicht besser das
Problem aus der Familie herausnimmt und eine Nachhilfekraft engagiert.
Natürlich ist für die Vermittlung des Schulstoffes eigentlich die Schule
zuständig, aber in der Realität können die Schulen das nicht immer
leisten. Hier sind die Eltern gefragt ihren Kindern die Möglichkeit zu
geben den verlangten Schulstoff zu verstehen.
Wer die richtige Kraft ist, ein Schüler oder ein großes oder kleines
Nachhilfeinstitut, das muss für jedes Kind und jedes Jahr sowie für jedes
Fach individuell entschieden werden. Hier gibt es kein klares „Das ist
besser“ – oder – „Das ist schlechter“.
Es gibt auch online Vermittler von Nachhilfeunterricht - wie zum Beispiel
ErsteNachhilfe. Besonders interessant ist das Angebot der
Schülerhilfe. Dort bekommen Sie im Moment 2 Stunden kostenlose Nachhilfe.
Zur Schülerhilfe
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